Erkältung im Alter

Ein grippaler Infekt kann bei älteren Menschen einen schweren Verlauf nehmen.

Wie Sie Beschwerden lindern können, und wann ein Besuch beim Arzt erforderlich ist.

Ein beliebter Ratschlag für Erkältungs-Patienten ist „abwarten und Tee trinken“, und tatsächlich braucht ein Infekt oft schlicht Zeit, um abzuklingen. Etwa sieben Tage kann Husten und Schnupfen dauern. Manchmal kann sich eine Erkältung aber auch über zwei Wochen lang hinziehen.

Wichtig sind in dieser Zeit ausreichend Schlaf, viel trinken und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, um das Immunsystem zu stärken.

Abschwellende Nasensprays befreien die Atemwege und erleichtern das Einschlafen, aber nicht länger als sieben Tage anwenden. Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen befeuchten die Schleimhäute, und Lutschpastillen lindern Halsschmerzen.

Antibiotika helfen bei einer Erkältung in der Regel nicht, da die Infektionskrankheit von Viren verursacht wird, und nicht von Bakterien.

Eine leichte Erkältung klingt in aller Regel von selbst wieder aus. Aber bei einer schwachen Immunabwehr können Infekte einen schweren Verlauf nehmen. Davon betroffen sind viele Senioren sowie Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, Asthma oder Herzproblemen. Solche Leiden schwächen den Körper oft zusätzlich.

Wenn die Beschwerden sich nach sieben Tagen nicht gebessert haben, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen.

Ein Besuch beim Hausarzt ist in jeden Fall auch angezeigt, wenn das Fieber sehr hoch ist, Atemnot oder starke Schmerzen auftreten.

Erkältung oder Grippe?

Eine Grippe ist nicht so einfach von einer normalen Erkältung zu unterscheiden. Oft lässt sich eine Grippe nur daran erkennen, dass die Symptome bei ihr sehr schnell auftreten und die Krankheit schwerer verläuft. Das Robert Koch-Institut rät Menschen über 60 Jahren, sich jährlich gegen Grippe impfen zu lassen.

Eine Ansteckung lässt sich zur Erkältungszeit nicht immer vermeiden.

Es kann hilfreich sein, größere Menschenmengen zu meiden. Verzichten Sie auf das Händeschütteln bei der Begrüßung, und auch das regelmäßiges Waschen der Hände mit Seife verringert das Risiko einer Ansteckung.

Gehen Sie regelmäßig an der frischen Luft spazieren, um die Abwehrkräfte zu stärken, aber dabei warm anziehen. Saunagänge und Wechselduschen sind ebenfalls von Vorteil. Im Winter regelmäßig zu Hause lüften, denn die trockene Heizungsluft belastet die Schleimhäute.