Leben mit chronischer Krankheit: 10 Tipps

Leiden wie Diabetes oder Rheuma verschwinden nicht wie ein Schnupfen. Für Patienten ist die Diagnose einer chronischen Krankheit oft ein Schock.

Was löst die Diagnose, an multipler Sklerose, Krebs oder Diabetes zu leiden, bei einem Patienten aus? Laut Robert Koch-Institut geben mehr als die Hälfte der über 65-Jährigen an, mindestens eine chronische Krankheit zu haben. Nicht jede Diagnose wiegt medizinisch gleich schwer, nicht jede ist lebensbedrohlich. Doch zu erfahren, dass man nie wieder ganz heil wird, ist ein Schock.

Die medizinische Behandlung ist das eine, doch darüber hinaus können verschiedene Bewältigungsstrategien helfen, das neue Leben anzunehmen.

1. Gut informiert sein

Wer gut über seine Krankheit Bescheid weiß, fühlt sich ihr nicht so hilflos ausgeliefert. Aber Vorsicht: Es kann auch ängstigen, über alle möglichen Krankheitsverläufe und Komplikationen zu lesen. Sprechen Sie darüber mit dem Arzt Ihres Vertrauens, der die Informationen mit Ihnen bespricht und seriös einordnet.

2. Entspannen

Versuchen Sie, den Stresspegel so niedrig wie möglich zu halten. Yoga oder Meditation: Entscheiden Sie für sich, welche Übungen Ihnen guttun. Sie werden schnell merken: Je konsequenter und regelmäßiger Sie auf Entspannung setzen, umso besser geht es Ihnen.

3. Augenblicke genießen

Bestaunen Sie das Glitzern der Eiskristalle vor Ihrem Fenster. Lassen Sie sich vom Lachen der Enkeltochter anstecken. Oder lesen Sie den lieben Brief der Freundin gleich mehrmals. Rufen Sie sich glückliche Momente in Erinnerung, wenn es Ihnen schlecht geht.

4. An sich glauben

Sie haben in Ihrem Leben sicher schon manche Krise erfolgreich gemeistert. Erinnern Sie sich: Wie haben Sie das damals geschafft? Übertragen Sie das erfolgreiche Vorgehen auf die Situation von heute.

5. Auch mal verdrängen

Sich mit seiner Krankheit auseinanderzusetzen ist gut, aber ständig darüber nachzudenken kostet Energie. Versuchen Sie belastende Gedanken manchmal einfach zur Seite zu schieben.

6. Probleme offen ansprechen

Menschen, die Ihnen nahestehen, sollten wissen, dass Sie zwischenzeitlich die Müdigkeit überfällt oder eine depressive Phase Sie aus der Bahn wirft. So kann Ihre Umwelt Sie besser verstehen, und Rücksicht nehmen.

7. Für Krisen gewappnet sein

Ob eine Schmerzattacke oder ein taubes Gefühl in den Fingern: Es kann sein, dass sich so ein Krankheitsschub ankündigt. Setzen Sie sich im Vorfeld damit auseinander. Was oder wer hilft dann? Überlegen Sie sich eine Strategie, für solch kritischen Situationen.

8. Druck herausnehmen

Bauen Sie für sich selbst ein tiefes Verständnis auf. Machen Sie sich bewusst: Sie müssen nicht wie früher funktionieren. So können Sie besser Schritt für Schritt die Dinge angehen, die Sie für sich erreichen möchten.

9. Nicht zu viel grübeln

Quälen Sie stets die gleichen Gedanken? Fragen Sie sich: Hat mich das Grübeln jetzt weitergebracht? Habe ich dadurch ein Problem gelöst? Schreiben Sie sich diese kritischen Fragen auf einen Zettel, und schauen Sie ihn öfter an.

10. Den Alltag regeln

Was, wenn Sie einmal in die Klinik müssen oder sich nicht um Ihren Alltag kümmern können? Sorgen Sie für diesen Notfall vor. Finden Sie Menschen, die Ihnen dann helfen: wer den Hund spazieren führt, die Pflanzen gießt oder Ihnen die Wäsche macht.

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